Susanne Hartmann
erntet für Ihre Aussagen zum Autobahnausbau harsche Kritik.
Der Stadtrat beantragt eine Steuerfusserhöhung um acht Prozentpunkte. Seit 2020 liegt der Steuerfuss in Gossau bei 116 Prozent, nun soll er auf 124 Prozent steigen. Die Mehrkosten werden für die meisten Haushalte zwischen 100 und 500 Franken liegen.
Steuerfuss Der Stadtrat präsentierte am Montag das Budget für 2026 sowie den Integrierten Aufgaben- und Finanzplan. Dieser beinhaltet auch eine Auflistung, wie hoch die Mehrkosten durch die geplante Erhöhung des Steuerfusses um 8 Prozentpunkte für vier verschiedene Einkommensklassen ausfallen. Für Geringverdiener mit einem Einkommen von 40'000 erhöht sich die Steuerrechnung um 146 Franken (alleinstehend) oder 74 Franken (verheiratet). Bei einem doppelt so hohen Einkommen von 80'000 Franken wird die Mehrbelastung mit 424 Franken (alleinstehend) und 291 Franken (verheiratet) veranschlagt.
Bei einem Haushalteinkommen von 110'000 Franken betragen die Zusatzkosten 647 Franken (alleinstehend) und 483 Franken (verheiratet). Bei einem steuerbaren Einkommen von 160'000 Franken bezahlt eine Einzelperson 1'024 Franken mehr, ein verheiratetes Paar 847 Franken. «Für dieses Geld erhält man viel», findet Stadtpräsident Wolfgang Giella. Aber auch dem Stadtrat sei klar, dass diese Mehrbelastung nicht die einzige ist. «Mehr Bauchweh bereitet die Mehr-belastung gemeinsam mit den steigenden Krankenkassenprämien und einer allfälligen Erhöhung der Kantons- und der Bundessteuern», so Giella. Die Kantonssteuern liegen im Kanton St.Gallen für 2026 unverändert bei 105 Prozent.
Der Steuerfuss wurde in der Stadt Gossau wiederholt verändert. Zu Beginn des Jahrtausends lag er bei 130 Prozent, seinen Höchststand erreichte er 2003 mit 133 Prozent. Bis 2010 wurde er in mehreren Schritten auf 116 Prozent gesenkt. 2013 erfolgte eine Erhöhung um 10 Prozentpunkte, sodass der Steuerfuss während drei Jahren bei 126 Prozent lag. 2017 und 2020 erfolgte eine Senkung um jeweils fünf Prozent, so dass der Steuerfuss seither wieder bei 116 Prozent liegt. Geht es nach dem Willen des Stadtrates, steigt er nun wieder auf 124 Prozent.
tb
Lade Fotos..